Nr. 23: Nicht Handeln

Obwohl die Folgen der Klimakrise schon lange bekannt sind, bleibt entschlossenes Handeln aus, sowohl auf individueller als auch auf politischer Ebene. Warum ist das so? Neben unterschiedlichen kurzfristigen Interessen, die Klimaschutz und -anpassung entgegenstehen, liefert auch die Psychologie Erklärungen: Überforderung angesichts der Komplexität des Problems; Klimaangst, die in Verdrängung mündet; und das Gefühl, als Einzelperson ohnehin nichts bewirken zu können. Hinzu kommt das unbequeme Eingeständnis der eigenen Mitverantwortung. Zu oft suchen wir Ausreden oder wälzen die Schuld auf andere ab. 

Die Forschung zeigt jedoch, dass bereits eine kleine Gruppe engagierter Vorreiter:innen gesellschaftliche Dynamiken verändern und so eine großflächige Transformation auslösen kann.

Auf persönlicher Ebene sollten wir auch immer im Hinterkopf behalten: Man muss nicht perfekt sein, um Lösungen zu liefern. Am wichtigsten ist: sich informieren, mitreden, und im Alltag bewusste Entscheidungen treffen.

Ausführliche Informationen befinden sich in den unten angeführten Quellen. 

Wie du in den Bereichen Ernährung, Mobilität und Reisen möglichst klimaschonende Entscheidungen triffst, kannst du in den jeweiligen Wissenssnacks nachlesen. 

Warum Österreichs Beitrag für den Klimaschutz zählt, erfährst du im Wissenssnack Klimamythen. 

Quellen

Weiterführende Informationen

  • Marx, A. (2016). Klimaanpassung in Forschung und Politik. URL: 978-3-658-05578-3.pdf (springer.com)
  • Arbeitskreis Kritische Umweltpsychologie der Initiative Psychologie im Umweltschutz e. V., & Psychologists/Psychotherapists for Future e. V. (20274) . Kritische Umweltpsychologie: Krisen verstehen, Handlungsfähigkeit entwickeln, Gießen: Psychosozial-Verlag. https://doi.org/10.30820/9783837962574

Inhalt: Claudia Michl (CCCA, BOKU), Sonja Lambert (CCCA, BOKU)

Graphische Gestaltung: Sonja Lambert, Sabine Tschürtz