Das vorige Jahr war zu warm, zu trocken und zu stürmisch, berichtet Herbert Formayer von der Universität für Bodenkultur (BOKU) Wien mit Kollegen im „Klimastatusbericht 2020“. Am 1. Jänner 2021 begann für die Klimaforscher eine neue 30-jährige Messperiode.
In den drei Jahrzehnten von 1991 bis 2020 wurde es in Österreich im Vergleich zur vorigen „Klimanormalperiode“ (1961–1990) um 1,3 Grad Celsius wärmer. Das schadet der Bevölkerung, der Landwirtschaft und dem Tourismus.
Zunehmende Hitzebelastung macht Städten zu schaffen
Besonders die Menschen in der Stadt würden unter der zunehmenden Hitzebelastung leiden, so Formayer, der am Institut für Meteorologie und Klimatologie der BOKU Wien arbeitet. Die Anzahl der Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad Celsius hat sich in den Landeshauptstädten verdoppelt bis vervierfacht. Auch Tropennächte, bei denen die Temperatur nicht unter 20 Grad Celsius sinkt, kämen nunmehr regelmäßig in allen Bundesländern vor. Sie sind eine große Belastung für den menschlichen Kreislauf. „Zuvor, also in der Periode von 1961 bis 1991, gab es etwa in Klagenfurt und Innsbruck hingegen keine einzige derart warme Nacht“, so der Forscher.
Mehr dazu auf: orf.at
Den Klimastatusbericht 2020 und die neun Klimarückblicke finden Sie hier!