Der Austragungsort an der Universität Wien wurde zum Anlass genommen, das diesjährige Motto „Brücken bauen: Vom Wissen zum Wandel“ in den Mittelpunkt zu rücken und den Austausch über Disziplinen, Sektoren und gesellschaftliche Bereiche hinweg zu fördern. Gemeinsam mit dem Environment and Climate Research Hub (ECH) der Universität Wien lud das Climate Change Centre Austria (CCCA) von 08. bis 10. April 2026 zum 26. Österreichischen Klimatag nach Wien. Rund 300 Teilnehmende aus Wissenschaft, Verwaltung, Wirtschaft und Forschungsförderung folgten dieser Einladung. Auch das Medieninteresse war heuer groß (siehe Presseresonanz).
Als zentrales Mitglied im CCCA und mit einer breiten Forschungsexpertise in Natur-, Sozial-, Kultur- und Geisteswissenschaften bot die Universität Wien den idealen Rahmen, um Herausforderungen und Chancen im Zusammenhang mit dem Klimawandel im Sinne von Kooperation und Wissensintegration zu diskutieren. Damit war die Universität Wien heuer naheliegende Gastgeberin für die wichtigste Netzwerkveranstaltung der österreichischen Klimaforschungscommunity.
Das ECH bündelt die vielfältige Klimaforschung an der Universität Wien und agiert als Brücke in drei Richtungen: zwischen Disziplinen durch die Vernetzung von Forschenden, zur Umsetzung durch Partnerschaften mit Praxisakteur:innen sowie zur Gesellschaft durch Wissenschaftskommunikation und Wissensvermittlung. Vor diesem Hintergrund wurde die operative Organisation des Klimatags in enger Zusammenarbeit mit dem ECH umgesetzt.
Im Sinne einer verantwortungsvollen Veranstaltungsorganisation hat der 26. Österreichische Klimatag die Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens für Green Meetings/Events erfüllt. Für die Zertifizierung hat das CCCA erfolgreich mit dem Veranstaltungsmanagement der Universität Wien zusammengearbeitet.
Der 26. Österreichische Klimatag wurde durch die Unterstützung zahlreicher Einrichtungen, allen voran des Klima- und Energiefonds, des Bundesministeriums für Frauen, Wissenschaft und Forschung, des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft sowie der Stadt Wien, ermöglicht. Wir möchten uns im Namen des gesamten CCCA herzlich bei allen Einrichtungen bedanken. Wir möchten uns auch bei allen Teilnehmenden für die wertvollen inhaltlichen Beiträge bedanken und freuen uns, Sie beim 27. Klimatag von Mittwoch, 31. März bis Freitag, 02. April 2027 an der Technischen Universität Graz begrüßen zu dürfen!
Unterhalb finden Sie Impressionen zu den einzelnen Programmpunkten. Die Fotorechte liegen beim CCCA und der Universität Wien.
Der CCCA-Nachwuchspreis für das Jahr 2026 wurde an Lilian Schuster (Universität Innsbruck) für das Paper „Glacier preservation doubled by limiting warming to 1.5°C versus 2.7°C“ vergeben.
Die CCCA-Posterpreise waren auch heuer wieder fixer Bestandteil der Tagung. Alle Teilnehmenden konnten während der Tagung die ausgestellten Poster bewerten. Auf Basis dessen hat eine Jury, bestehend aus Alina Brad (Universität Wien), Markus Bösenhofer (TU Wien), Ines Omann (Forschung und Moderation), die Posterpreise vergeben.
Folgende Poster wurden auf die ersten 3 Plätze gewählt:
Die FFG und das CCCA haben gemeinsam Jungforscher:innen zu dem Workshop “Vom Wissen zur Wirkung” mit Fördergeber:innen und Expert:innen eingeladen, der praxisnahe Einblicke, Tipps und einen kompakten Überblick zu relevanten EU-Förderprogrammen im Bereich Klima und Klimawandelanpassung bot. Nach einem einführenden Inputteil folgte eine interaktive Vertiefung mit Raum für Fragen, Austausch und Vernetzung.
Hier geht es außerdem zum LinkedIn-Posting der FFG zum Workshop.
Organisiert von den CCCA Partnern, Umweltbundesamt, DCNA, GeoSphere, Universität Wien und BOKU wurden in diesem Workshop erste Schritte in Richtung „Klimarisikokarten“ für Österreich im Kontext von Naturgefahren im Klimawandel überlegt.
Das ECH und Climate Walk haben zu einem gemeinsamen Spaziergang eingeladen, bei dem die Grenzen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft erläutert und Strategien zu ihrer Überwindung diskutiert wurden. An mehreren Stationen haben Sprecher:innen aus ihrer disziplinären Perspektive Klimathemen aufgegriffen und Lösungsvorschläge diskutiert.
Die Sprecher:innen waren:
Anschließend hat Hannah Holzhacker im multimedialen musikalischen Beitrag die besondere Rolle der Kunst in Wissensgenerierung und -kommunikation aufgezeigt.
Moderiert wurde der Walk von Eva Holzinger (BOKU und Climate Walk).
Bei einem kleinen Stehempfang gab es Gelegenheit zum Austausch und Networking. Zudem konnte man das modernste Gebäude der Universität Wien, das University of Vienna Biology Building (UBB), sowie spannende Initiativen rund um Forschung und Nachhaltigkeit kennenlernen.
Die Eröffnung startete mit den Begrüßungsworten von Daniel Huppmann (CCCA-Obmann), Sebastian Schütze (Rektor der Universität Wien), Bernd Vogl (Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds), Karolina Begusch-Pfefferkorn (Stellvertreterin Abteilung II/3, BMFWF) und Simon Ellmauer-Klambauer (Abteilungsleiter VI/1, BMLUK).
Anschließend eröffnete Karen Pittel (Leiterin des ifo Zentrums für Energie, Klima und Ressourcen) thematisch den Klimatag mit ihrer Keynote „Gut beraten, schlecht verstanden? Wissenschaft trifft Politik“. Der Keynotevortrag beleuchtete zu Beginn typische Spannungsfelder wissenschaftlicher Politikberatung, von Unsicherheit und Zeitdruck über Kommunikationsprobleme und Rollenkonflikte bis hin zur politischen Instrumentalisierung von Forschung. Im Mittelpunkt standen Erfolgsfaktoren wirksamer Beratung wie adressat:innengerechte Kommunikation, verständliche Aufbereitung komplexer Inhalte, gutes Timing und der Aufbau vertrauensvoller Netzwerke. Im Fazit wurde hervorgehoben, dass Wissenschaft flexibler und zugleich reflektiert agieren muss, während die Politik Forschungsergebnisse offen aufnehmen, Erwartungen klar kommunizieren und Wissenschaft frühzeitig sowie dialogorientiert einbinden sollte.
Passend zum Motto “Brücken bauen: Vom Wissen zum Wandel” wurden in der darauffolgenden Paneldiskussion symbolisch Brücken von der Forschung in unterschiedliche Bereiche gebaut. Am Panel diskutierten Alina Brad (Universität Wien, ECH-Mitglied), Hanna Lichtenberger (Volkshilfe Österreich), Christiane Brunner (Climate Business Circle, CEOs FOR FUTURE) gemeinsam mit der Keynote Speakerin Karen Pittel. Moderiert wurde der Eröffnungsteil von Marlene Nowotny (ORF).
Neben den fünf wissenschaftlichen Sessions „Transformation“, „Klimawandelanpassung“, „Innovatives Format“, „Ökosysteme und Klimawandelfolgen“ wurden am 09. & 10. April ebenfalls wieder, vom Klima- und Energiefonds finanzierte, ACRP-Forschungsaktivitäten in der ACRP-Session 1 und ACRP-Session 2 in Anwesenheit des ACRP Steering Committees vorgestellt, um so Qualitätssicherung der Projekte zu gewährleisten.
Die fünf wissenschaftlichen Sessions umfassten insgesamt 21 ausgewählte Vorträge und 4 Flash-Talks zur aktuellen Klimaforschung. In der dritten wissenschaftlichen Session wurden vier Vorträge in einem innovativen Präsentationsformat durchgeführt, das bewusst mit dem klassischen Frontalvortrag bricht. Statt reinem Vorlesen von Folien setzten die Beitragenden auf dialogische Elemente, interaktive Sequenzen und anschauliche Formate, die das Publikum aktiv einbezogen und den Austausch zur aktuellen Klimaforschung förderten. In den zwei ACRP-Sessions wurden im Beisein des ACRP-Steering Committees 27 laufende ACRP-Projekte präsentiert und ausführlich diskutiert.
Zudem wurden die thematisch zugeordneten Poster in den Pausen in den „Poster-Talks“ kompakt vorgestellt. Teilnehmende des Klimatags konnten sich am Buffet stärken und parallel die Posterpräsentationen besuchen.
Die Stadt Wien und das CCCA luden zu einem kompakten Austausch zwischen Verwaltung, Praxis und Wissenschaft. Vier Impulse setzten den Rahmen: Klimarisiken in Österreich (Stefan Kienberger, GeoSphere Austria), Hebel der Anpassung (Birgit Bednar-Friedl, Universität Graz), Finanzierungsbeispiele (Markus Leitner, Umweltbundesamt), sowie Klima-Governance in Wien nach einem Jahr Klimagesetz und neuem Fahrplan (Thomas Eberhard und Bianca Rinnerthaler, Stadt Wien). In der anschließenden Diskussion wurden der Informationsbedarf der Verwaltung, die Daten aus der Praxis sowie Ideen und Lösungsansätze zusammengeführt.
Der klassische gemütliche Ausklang bei Speis und Trank lud auch heuer zum Vernetzen und Weiterdiskutieren ein. Parallel dazu wurden Führungen durch die Labore im UBB angeboten.
Der 26. Österreichische Klimatag wurde durch die Unterstützung zahlreicher Einrichtungen ermöglicht, bei denen wir uns im Namen des gesamten CCCA herzlich bedanken möchten. Wir möchten uns auch bei allen Teilnehmenden für die wertvollen inhaltlichen Beiträge bedanken und freuen uns, Sie beim 27. Klimatag von Mittwoch, 31. März bis Freitag, 02. April 2027 an der Technischen Universität Graz begrüßen zu dürfen!