Um das Budgetloch zu stopfen, dreht der Staat derzeit jeden Euro zweimal um. Geht es um die Anpassung an den Klimawandel, hilft allerdings Investieren beim Sparen. Das zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie des Wegener Centers der Universität Graz. „Unsere Analysen zeigen, dass sich Schutzmaßnahmen mittelfristig mehr als auszahlen“, fasst Erstautorin Eva Preinfalk zusammen.
Dürren, Überschwemmungen oder Waldbrände belasten die öffentliche Hand, und zwar doppelt. Zum einen dotiert sie den Katastrophenfonds, der Betroffene entschädigt, und finanziert den Wiederaufbau zerstörter Infrastruktur. Zum anderen entgehen dem Fiskus Steuereinnahmen, wenn Ernten ausfallen oder die Produktivität sinkt. Österreich investiert bereits jährlich rund 600 Millionen Euro in die Klimawandelanpassung, etwa in Schutzbauten oder Renaturierung. „Diese Gelder haben wir den durchschnittlich zu erwartenden Schäden durch Klimafolgen bis 2050 gegenübergestellt“, führt Preinfalk aus.
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