Forschende fordern auf Basis einer aktuellen Studie mehr Schutz für Naturregionen abseits der Waldgebiete – auch aus Klimasicht.
Der globale Landhunger der Menschheit hat eine in der Geschichte beispiellose Intensität erreicht. Während die großflächige Vernichtung von Waldökosystemen – insbesondere die Rodung der Regenwälder – längst als zentrale Herausforderung des Klimaschutzes im öffentlichen Bewusstsein verankert ist, rückt eine aktuelle Analyse nun eine weitere, kritische Dimension in den Fokus: Die massive Transformation von Grasländern und Feuchtgebieten in landwirtschaftliche Nutzflächen. Dieses bisher weitgehend unterschätzte Phänomen manifestiert sich laut dem Forschungsteam vor allem in Brasilien, Russland, den USA, Indien und China, wo die Umwandlung dieser wertvollen Ökosysteme in Agrarland am weitesten fortgeschritten ist.
In ihrer Untersuchung im Fachjournal PNAS haben die Wissenschafterinnen und Wissenschafter um Siyi Kan und den lange an österreichischen Universitäten tätigen Thomas Kastner vom Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrum in Frankfurt analysiert, wie viele Flächen, auf denen Pflanzen nicht höher als fünf Meter wachsen, zwischen 2005 und 2020 zu Landwirtschaftsflächen umgewandelt wurden…
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