Der Klimawandel kostet Österreichs Wirtschaft bereits heute Milliarden – und der Republik bis zu 2,9 Mrd. Euro bis 2030.
- Der Klimawandel kostet Österreichs Wirtschaft bereits heute Milliarden – und der Republik bis zu 2,9 Mrd. Euro bis 2030.
- Österreich ist seit der Industrialisierung im Schnitt um 2,9 Grad Celsius wärmer geworden.
- 73 % der Unternehmen haben THG-Emissionsziele, aber nur zehn Prozent handeln konsequent danach.
- Datenmangel und Ressourcenknappheit bremsen die Umsetzung stärker als Regulierung.
- Unabhängig von den Anforderungen der CSRD findet der Klimawandel und der internationale Wettbewerb statt – ob gehandelt wird oder nicht, entscheidet über Wettbewerbsfähigkeit.
Der Klimawandel ist für Österreichs Wirtschaft längst kein abstraktes Zukunftsszenario mehr. Er ist Realität – messbar, spürbar und mit zunehmenden Kosten verbunden. Unternehmen sehen sich bereits heute mit steigenden Ausgaben, wachsenden Risiken und strukturellen Veränderungen konfrontiert, die zentrale Geschäftsmodelle infrage stellen. Hoher Kostendruck, geopolitische Unsicherheiten und regulatorische Unsicherheiten wie das EU-Omnibus-Paket haben den Fokus zuletzt teilweise verschoben, an der wirtschaftlichen Wirkung des Klimawandels ändern sie jedoch nichts.
Österreich zählt zu den Regionen Europas, die sich besonders stark erwärmen. Im Jahresdurchschnitt liegt die Temperatur bereits rund 2,9 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau, im Tiefland bei etwa 3,0 Grad Celsius, in alpinen Gipfelregionen sogar bei 3,3 Grad Celsius. Die Zahl der Hitzetage über 30 Grad Celsius hat sich in den Sommermonaten in manchen Regionen zwei- bis dreimal so häufig gezeigt wie noch vor wenigen Jahrzehnten. In der Wiener Innenstadt wurden zuletzt 46 Tropennächte in einem Sommer gemessen – ein neuer Höchstwert. Diese Entwicklungen sind kein statistisches Detail, sondern haben unmittelbare Auswirkungen auf Arbeitsfähigkeit, Energieverbrauch, Gesundheit und Produktivität.
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