Newsbeitrag

Instabiles Klima: Der CO₂-Gehalt der Luft war seit zwei Millionen Jahren nicht so hoch


Wer in den vergangenen Wochen an Tankstellen vorbeikam, staunte: Infolge des Irankriegs haben die Spritpreise vielerorts neue Höchstwerte erreicht. Wie das mit dem "State of the Global Climate 2025"-Report zusammenhängt, den die Weltwetterorganisation WMO am Montag präsentiert? "In dieser Zeit des Krieges offenbart der Klimastress noch eine weitere Wahrheit: Unsere Sucht nach fossilen Brennstoffen destabilisiert sowohl das Klima als auch die globale Sicherheit", sagt UN-Generalsekretär António Guterres.

Die drastischen Worte findet er angesichts neuer Zahlen: Die Konzentration von Kohlenstoffdioxid (CO₂) in der Luft erreichte 2024 den höchsten Wert seit zwei Millionen Jahren, etwa 424 parts per million (ppm, Teilchen pro Million Teilchen), heißt es mit Verweis auf Schätzungen des IPCC-Berichts 2021. Die Treibhausgase Methan und Lachgas waren seit mindestens 800.000 Jahren auf keinem so hohen Niveau. Diese Verbindungen bilden quasi einen Schirm um die Erde, sodass die Wärme der Sonne vermehrt gespeichert wird und sich der Planet aufheizt.

Das hat zur Folge, dass die Energiebalance der Erde – aufgezeichnet seit 65 Jahren – noch nie so stark aus dem Gleichgewicht geraten ist wie im Vorjahr. Unter stabilen Klimaverhältnissen werde ähnlich viel Energie abgestrahlt, wie von der Sonne ankommt, heißt es in einer Aussendung der WMO. "Menschliche Aktivitäten bringen das natürliche Gleichgewicht zunehmend aus dem Lot", sagt WMO-Generalsekretärin Celeste Saulo, "und wir werden noch Hunderte und Tausende von Jahren mit den Folgen leben müssen."

Kein Zufall… Lesen Sie den ganzen Bericht von Julia Sica auf derstandard.at

© Karl Egger