Forschende haben den klimapolitischen Diskurs stark vorwärts gebracht. Doch sie geraten unter Druck – nicht nur in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Der Februar brachte eine Kaltfront, aber auch: Sonnenschein. Das gilt sowohl fürs Wetter als auch im klimapolitischen Sinn. In China – dem Land mit dem derzeit größten Treibhausgas-Ausstoß der Welt – sind die Emissionen laut einer Analyse der Klimaplattform Carbon Brief zurückgegangen. Das Reich der Mitte ist im Ausbau der Erneuerbaren ohnegleichen. Auch in Brasilien, das der Weltgemeinschaft durch die zunehmende Regenwaldrodung jahrzehntelang Sorgen bereitete, hat sich eine Trendwende vollzogen: Die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes nähert sich dem niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen.
Beherrscht hat die öffentliche Debatte dennoch eine klimapolitische Hiobsbotschaft. Mitte Februar hat US-Präsident Donald Trump gemeinsam mit seinem neuen Leiter der US-Umweltbehörde EPA, Lee Zeldin, einem bekennenden Klimawandelleugner das sogenannte "Endangerment Finding" abgeschafft. Dieses war die Basis für die klimapolitische Regulatorik, die unter anderem für die fossile Industrie und die Autobranche galt. Mit dem "Endangerment Finding" hat die Umweltbehörde im Jahr 2009 klimaschädliche Gase als Gefahr für die öffentliche Gesundheit und das Wohlergehen eingestuft. Dem war ein entsprechendes Urteil des US-Höchstgerichts vorangegangen, das sich auf Erkenntnisse die Klimawissenschaft gestützt hatte.
Durch Verzögerungen, Budgetkürzungen und politisches Wegsehen", beklagen 660 Forschende nun in Österreich in einem offenen Appell an Politik und Wirtschaft…
Lesen Sie den Artikel von Benedikt Narodoslawsky und Katja Weber auf: derstandard.at