Newsbeitrag

Alpenverein: Gletscher schwinden nicht mehr, sie zerfallen


Die Gletscher in Österreich verlieren weiter stark an Länge, Fläche und Volumen. Laut dem neuen Gletscherbericht des Alpenvereins kommt es vom „Schwund zum Zerfall“. Bald werde es Alpen ohne Gletscher geben.

94 von 96 beobachteten Gletschern zogen sich in der Messperiode 2024/2025 zurück, im Schnitt um 20,3 Meter, erläuterten Fachleute des Alpenvereins bei einer Pressekonferenz am Freitag in Wien. Der Alpeiner Ferner in den Stubaier Alpen in Tirol verlor sogar 114,3 Meter, heißt es in dem neuen Gletscherbericht. Die Pasterze auf dem Großglockner in Kärnten ist bald zweigeteilt.

„Wir müssen uns darauf vorbereiten, dass es Alpen ohne Gletscher geben wird“, sagte Nicole Slupetzky, Vizepräsidentin des Österreichischen Alpenvereins. Insgesamt würden die rund 900 Gletscher eine Fläche von 286 Quadratkilometern ergeben, vor zehn Jahren waren es beispielsweise noch 328 Quadratkilometer. Zum Vergleich: Wien hat eine Fläche von rund 415 Quadratkilometern.

Folgen der Klimaerwärmung… Lesen Sie alles zum Verfall der Gletscher auf science.orf.at

Andreas Kellerer-Pirklbauer, Geograph der Universität Graz, spricht über den aktuellen Gletscherbericht. Er diskutiert dabei auch, ob Österreichs Gletscher überhaupt noch zu retten sind. Zu sehen auf: on.orf.at

 

© Gerhard Karl Lieb