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Diskurs Mediengespräch „Vom Preisstreit zur Lebensmittel-Versorgungskrise - ein Weckruf aus der Wissenschaft", 10.00


Seit Wochen wird um Lebensmittelpreise öffentlich diskutiert und zunehmend gestritten. Österreichaufschlag, Shrinkflation und undurchsichtige Rabattaktionen erhitzen die Gemüter in verschiedenen Ministerien, Interessensvertretungen und bei anderen gesellschaftlichen Akteur:innen. Aktuell versucht die Regierung über den Steuersatz, Preise und Inflation zu drücken. Das alles sind Themen, die besprochen werden sollten und dennoch sind es Nebenschauplätze. Klimarisiken drohen in den Hauptackerbauregionen im Osten des Landes die Ertragsfähigkeit der landwirtschaftlichen Böden um bis zu 40 Prozent zu reduzieren. Ohne substantielle Anpassungsmaßnahmen wird das kein landwirtschaftlicher Betrieb einfach wegstecken können. Zukunftsorientierte Betriebe setzen schon auf Bodenschutz, regenerative Praktiken, investieren in Humusaufbau und Bewässerung. Viel zu viele tun das aber nicht oder nur zaghaft. Neben einer ambitionierteren Agrarpolitik braucht es auch einen Schulterschluss von Landwirtschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Immerhin sind Lebensmittelindustrie und Handel, und letztlich wir alle, von der Agrarproduktion abhängig. Doch es fehlt ein breiter Dialog, um tragfähige Lösungen auszuverhandeln. Im Mediengespräch von Diskurs. Das Wissenschaftsnetz beleuchten Johannes Tintner-Olifiers und Marianne Penker Herausforderungen und Lösungsansätze.
 

Inputs:   

Johannes Tintner-Olifiers (BOKU Wien, EY denkstatt GmbH): "Schulterschluss der Wertschöpfungskette als Schlüssel zum Erfolg"

Marianne Penker (BOKU Wien): "Krisensichere Lebensmittelversorgung beginnt in den Regionen"

Moderation: Alexander Behr (Diskurs. Das Wissenschaftsnetz)

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