Die Kreislaufwirtschaft ist ein wirtschaftliches Modell, das darauf abzielt, Ressourcen effizienter zu nutzen, Abfälle zu reduzieren und eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Dabei gilt sie als wichtiger Hebel, um Treibhausgasemissionen zu senken. Konkrete Kreislaufwirtschafts-Maßnahmen sollen insgesamt dazu führen, dass der Wert und Nutzen von Produkten und Materialien möglichst lange erhalten wird, was zu einer Verschlankung, Verlangsamung und Schließung der gesellschaftlichen Materialkreisläufe führen würde. Damit könnten nicht nur Emissionen sondern auch der Energieverbrauch verringert werden – ein Aspekt, der angesichts der Volatilität des weltweiten Energiemarkts aktuell nicht zu vernachlässigen ist. Aktuelle Forschung zeigt: besonders effektiv ist die Kreislaufwirtschaft vor allem in Kombination mit der Dekarbonisierung von Energieversorgung und Industrie. Außerdem dürfen auch soziale Aspekte dabei nicht außer Acht gelassen werden: Fragen der Leistbarkeit können als Antrieb aber auch als Barriere fungieren. Politische Maßnahmen zur Schaffung von Strukturen, die für alle Bevölkerungsgruppen zugänglich und bezahlbar sind, sind also essenziell zur Erreichung sowohl ökologischer als auch sozialer Ziele. Im Mediengespräch analysieren zwei Experten Potentiale und Grenzen der Kreislaufwirtschaft in Hinblick auf ökologische, wirtschaftliche und soziale Faktoren und stellen aus wissenschaftlicher Perspektive konkrete Maßnahmen für Politik und Wirtschaft vor. Inputs: Dominik Wiedenhofer (BOKU Wien): "Kreislaufwirtschaft als Hebel im Klimaschutz?" Lukas Richter (Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Pölten und WU Wien): „Kreislaufwirtschaft und soziale Ungleichheit“ Moderation: Sophie Menasse (Diskurs. Das Wissenschaftsnetz) |