Die US-Stadt Boulder will Ölkonzerne für Umweltschäden haftbar machen. Das Höchstgericht diskutiert ab heute über einen möglichen Präzedenzfall
Washington, D.C. – Der Oberste Gerichtshof der USA verhandelt am Montag einen Antrag der Ölkonzerne ExxonMobil und Suncor Energy. Die Konzerne wollen eine Klage der Behörden der Stadtverwaltung von Boulder aus dem Bundesstaat Colorado abwehren. Die Stadt- und der Landkreis forderten 2018 Schadenersatz für durch den Klimawandel verursachte Schäden. Exxon und Suncor legten Berufung ein, nachdem der Oberste Gerichtshof von Colorado die Klage von Boulder zugelassen hatte. Die Regierung von Präsident Donald Trump hatte die Konzerne unterstützt und argumentiert, dass die US-Regierung für die Regulierung der Luftverschmutzung zuständig sei und damit keine Ansprüche von Boulder bestehen.
Die Stadt- und Kreisverwaltung von Boulder werfen den Ölriesen vor, den Klimawandel voranzutreiben und die Öffentlichkeit über die Risiken fossiler Brennstoffe in die Irre zu führen. Boulder will die Unternehmen für vergangene und zukünftige Kosten im Zusammenhang mit dem Klimawandel haftbar machen, etwa für Reparaturen von Infrastruktur, Umweltschäden, Notfallmanagement und Schäden für die öffentliche Gesundheit.
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