Der nun in Begutachtung gegangene Klimagesetz-Entwurf bietet laut dem Wegener Center für Klima und Globalen Wandel der Uni Graz Chancen für den Wirtschaftsstandort. Der Plan zur starken Senkung der Treibhausgasemissionen reduziere auch die "hohe wirtschaftliche Verletzbarkeit" Österreichs. Allerdings weist Klimaexperte Karl Steininger darauf hin, dass Österreich bisher erst selten an den nötigen Jahresreduktionen gekratzt hat. Das Land müsse beim Klimaschutz "laufen lernen".
Sieht man sich an, wie stark die Emissionsreduktion in den Bereichen ist, die das Klimagesetz umfasst (Verkehr, Gebäude, Kleinindustrie und Gewerbe, Landwirtschaft und Abfall), dann benötige man zum Erreichen des EU-Zieles für 2030 ein Minus von 2,75 Millionen Tonnen an CO2-Äquivalenten ab dem Jahr 2027. Nach 2030 würde dieser Wert auf jährlich zumindest 2,9 Mio. Tonnen ansteigen, rechnet der auch im Climate Change Centre Austria (CCCA) aktive Wissenschafter in einer der APA vorliegenden Einordnung vor: „Österreich erzielte in seiner Geschichte eine so hohe Emissionseinsparung im Vorjahresvergleich bisher überhaupt erst einmal, 2020, damals bedingt durch Pandemie und Lockdowns."
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