Aggression, Depressionen, Angststörungen: Wie sich Hitzewellen auf die psychische Gesundheit auswirken. Gäste: Dr.in Katharina Dinhof, Abteilungen Klimaresilienz und One Health und Psychosoziale Gesundheit der Gesundheit Österreich GmbH; Prim. Dr. Christian Korbel, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (ÖGPP), Ärztlicher Direktor im Landesklinikum Mauer.
Moderation: Marina Wetzlmaier.
Auch wenn die vergangenen Tage eine Verschnaufpause von der Hitze brachten - die heißen Wetterphasen werden häufiger, länger und intensiver. Damit steigt auch die Zahl an psychiatrischen Behandlungen. Mit der Dauer der Hitzetage stelle man sich auf mehr Noteinweisungen ein, sagt Christian Korbel, Ärztlicher Direktor im Landesklinikum Mauer und Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (ÖGPP). Lange Hitzeperioden versetzen Körper und Psyche in Stress, die Zahl der aggressiven Zwischenfälle steigt, gleichzeitig drückt die Hitze auf die Stimmung. Menschen schlafen schlechter, sind erschöpft, Konzentration und Leistungsfähigkeit sinken. Langanhaltende hitzebedingte Belastungen können Erkrankungen auslösen oder verstärken, darunter Angststörungen und Depressionen. Laut Christian Korbel sei der Sommer sogar gefährlicher für die Psyche, als die dunklen Wintertage…
Hören Sie Katharina Dinhof und Christian Korbel im Gespräch mit Marina Wetzlmaier in Ö1 Punkt eins!
Auch hörenswert: “Die nächste Hitzewelle kommt bestimmt” - Gäste: Priv. Doz. Dr. Dr. Jan Daniel Niederdöckl, Facharzt für Innere Medizin, Notfallmedizin, Medizinische Universität Wien, AKH Wien, Landesverbandsarzt, Österreichische Wasserrettung Wien & Dr. Marc Olefs, Leiter der Abteilung Klimaforschung bei GeoSphere Austria.