Klima- und wetterbedingte Ereignisse haben zwischen 2017 und 2024 Schäden zwischen 1,9 und 6,1 Milliarden Euro pro Jahr verursacht. Das zeigen erste Zwischenergebnisse einer aktuellen Studie. Vor allem in den letzten Jahren haben Hagel und Hochwasser zu hohen Schäden geführt.
Das Hochwasser 2024 im Osten Österreichs und der Lawinenwinter 2018/2019 mit Rekordschneemengen im Westen: Einzelne Extremwetterereignisse bleiben nicht nur stark in Erinnerung, sie schlagen sich auch markant in der Schadensbilanz nieder.
Das zeigen erste Ergebnisse der COIN 2.0-Studie, die aktuell unter Leitung der Universität Graz durchgeführt wird. COIN steht dabei für „cost of inaction“ – gemeint sind die volkswirtschaftlichen und gesellschaftlichen Kosten von Extremwetterereignissen wie Hitze, Trockenheit, Starkregen, Hochwasser und Muren.
Im Schnitt der Jahre 2017 bis 2024 entstanden jährlich rund eine Milliarde Euro direkte Schäden an Gebäuden, Infrastruktur und in der Landwirtschaft. Rechnet man Todesfälle durch Hitze und Naturgefahren dazu, ergeben sich laut Studie durchschnittliche Kosten von 3,7 Milliarden Euro jährlich. „Dabei wird nicht dem individuellen Menschenleben ein Wert gegeben, sondern es handelt sich um einen statistischen Wert, wie das etwa auch bei Lebensversicherungen der Fall ist“, erklärt Studienleiterin Birgit Bednar-Friedl von der Universität Graz.
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