Internationale Fachleute analysieren, was den Gletschern, dem Permafrost und den Weltmeeren droht, wenn die globale Erwärmung länger über 1,5 Grad Celsius hinausschießt
Um das "ewige Eis" auf unserem Planeten ist es gar nicht gut bestellt. Es ist, egal, wohin man schaut, buchstäblich zum Auslaufmodell geworden. In unserem Nachbarland Slowenien ist gerade der letzte noch vorhandene Gletscherrest verschwunden, in der Schweiz gingen den vergangenen fünf Jahren rund 20 Prozent des Gletschereises verloren. In Österreich sieht die Lage noch dramatischer aus, weil unsere Alpengletscher tiefer liegen. Die verloren in den vergangenen 20 Jahren fast ein Drittel ihrer Fläche.
Dazu kommt der auftauende Permafrost, der – blicken wir etwas weiter – in Nepal in diesem Sommer zu einem gigantischen Berg- und Gletschersturz mit katastrophalen Folgen führte. Und die beiden größten Gletschergebiete der Erde, Grönland und die Antarktis, verlieren Eis in bislang unbekanntem Rekordtempo.
Das ist aber alles nur der Auftakt zur großen globalen Eisschmelze, auf die wir mehr oder weniger unaufhaltsam zusteuern, wie zwei wissenschaftlich fachbegutachtete Berichte schonungslos analysieren. Die beiden Berichte wurden von 80 beziehungsweise 60 internationalen Fachleuten verfasst und vom UN-Umweltprogramm (UNEP) und der International Cryosphere Climate Initiative (ICCI) am Montag vorgelegt.
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