Der Klimaforscher Daniel Huppmann befürchtet, dass die Klimamodelle tendenziell "zu kalt" waren. Er fordert einen raschen Ausstieg aus fossilen Brennstoffen und bessere gesellschaftliche Vorbereitung.
Die Temperaturen sind in Österreich zuletzt stärker gestiegen, als man vor zehn Jahren angenommen hat. Das relativiert die naheliegende und oft geäußerte Interpretation des heurigen Sommers, der mit seinem massiven Regendefizit und den Extremtemperaturen wie ein Ausreißer wirkt. "Auch wenn der Klimawissenschaft oft Alarmismus vorgeworfen wird, zeigt sich mittlerweile, dass die Modelle tendenziell 'zu kalt' waren", sagt der Klimaforscher Daniel Huppmann.
Blickt man auf den im Vorjahr präsentierten "Zweiten Österreichischen Sachstandsbericht zum Klimawandel" (AAR2), dann ist die aktuelle Hitzewelle "konsistent mit den Projektionen", so der Obmann des Climate Change Centre Austria (CCCA), der an der Erstellung des Berichts federführend mitbeteiligt war. Die immer stärker spürbar vom Klimawandel geprägte Realität hat mittlerweile auch pessimistische Prognosen der vergangenen Jahrzehnte überholt.
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