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Hitzerekord: Atemberaubende 38 Grad in der russischen Arktis gemessen

Ein Meteorologe spricht von "extrem anomalem Wetter", die Gefahr von Bränden steigt

©AP/ECMWF Copernicus Climate Change Service

Nordasien im Juni 2020: Wärmebilder des Copernicus-Satellitenprogramms kehren die alte Phrase von der "sibirischen Kälte" ins Gegenteil.

Im Februar sorgten Meldungen über Rekordtemperaturen in der Antarktis für Schlagzeilen: Erst registrierten argentinische Forscher mit 18,3 Grad Celsius den wärmsten Tag auf dem antarktischen Festland seit Messbeginn – kurz danach wurde dies mit einer Messung von über 20 Grad nahe der Nordspitze der Antarktischen Halbinsel sogar noch getoppt.

In der generell deutlich lebensfreundlicheren Arktis auf der anderen Seite der Welt wäre das nichts Besonderes – dort wurden nun aber ganz andere Temperaturen festgestellt: nämlich bis zu 38 Grad. Im Norden Russlands, unter anderem in der sibirischen Teilrepublik Jakutien, hat es in den vergangenen Wochen eine regelrechte Hitzewelle gegeben, und die hielt bemerkenswert lange an. In der Folge kam es in der Region ungewöhnlich häufig zu Flächenbränden. Einige Regionen riefen wegen der zahlreichen Brände den Notstand aus.

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