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NEUER BERICHT: Klimapolitik in Österreich: Innovationschance Coronakrise und die Kosten des Nicht-Handelns

Die Folgekosten durch Nicht-Handeln wären enorm – Wie sich die Coranakrise als Chance für klimagerechte Innovation nutzen lässt zeigt ein neuer Bericht der Uni Graz zusammen mit der Medizinischen Universität Wien.

© https://www.klimafonds.gv.at/wp-content/uploads/sites/6/COIN_2020.pdf

"Ein Nicht-Handeln in der Klimapolitik und seine wirtschaftlichen Konsequenzen für Österreich werden in zahlreichen laufenden und abgeschlossenen Forschungsprojekten analysiert. Durch die gegenwärtige Coronakrise hat das Thema wieder ganz besondere Brisanz erreicht, da die jetzt getroffenen politischen Richtungsvorgaben auch für die Bewältigung der Klimakrise entscheidend sind.

Dieser Bericht fasst die wesentlichen Erkenntnisse aus dieser Forschung zusammen, stellt sie in einen aktuellen Gesamtkontext und geht insbesondere auf folgende Bereiche ein: die Kosten unterlassener Klimapolitik im Zuge des wirtschaftlichen Wiederaufbaus nach dem Corona-Lockdown, die direkten und indirekten gesellschaftlichen Folgekosten von Klimaschäden, die Wirkungen von unterlassener Klimapolitik auf den Staatshaushalt, die Inlandswertschöpfung und den Finanzsektor sowie die gesellschaftlichen Folgekosten von klimaschädlichen Unterstützungsmaßnahmen und mangelnder Innovation. Wir fassen diese Erkenntnisse in drei Aussagen zusammen.

Die Folgekosten sind dabei so umfassend wie möglich dargestellt und wo verfügbar auch monetarisiert, um die Kosten und den Nutzen von Klimaschutz und Anpassung besser vergleichen zu können. Viele wesentliche Folgen, wie beispielsweise die Auswirkungen des Klimawandels auf die Biodiversität oder eine Reihe von gesundheitlichen Folgen, sind derzeit noch nicht quantifizierbar – obwohl von nicht minder großer Bedeutung. Nur der gemeinsame Blick auf die qualitativ diskutierten und die bereits auch monetär quantifizierbaren Folgen legt gesamthaft die vielfachen Wirkungsdimensionen offen. Diese werden hier analysiert als Folgen eines NichtHandelns in der Klimapolitik oder – aus umgekehrter Perspektive – als die vielfachen Chancen, die ein Handeln und eine somit nachhaltige Politik eröffnet..."

Sie finden den Bericht hier.