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Klimakrise vs. Pandemie: Warum wird der Klimawandel nicht genauso konsequent bekämpft wie die Corona-Krise?

Die Ursachen dafür haben zwei Philosophen ergründet

© Arnulf Hettrich, Wolfgang Siesing , Raffael Alexander de Araujo

In den vergangenen Jahren haben sich dystopische Fantasien vor allem vom Klimawandel genährt. Nun ist es ein Virus, das nicht nur die Marschrichtung unserer Katastrophenängste vorgibt, sondern die Welt tatsächlich in einen vor wenigen Monaten noch unvorstellbaren Ausnahmezustand versetzt hat.

Wochenlange Ausgangssperren, geschlossene Schulen und eine aufs Nötigste heruntergefahrene Wirtschaftsaktivität werden von der Bevölkerung bislang weitgehend akzeptiert, damit das Ansteckungsrisiko reduziert und das Überleben möglichst vieler Covid-19-Patienten gesichert werden kann.

Im Vergleich dazu sind die in der Vergangenheit getroffenen Maßnahmen zur Abschwächung der Klimawandelfolgen bescheiden. Und das, obwohl eine ungebremste Erderwärmung viel mehr vorzeitige Todesfälle und ungleich höhere Kosten verursachen wird, wie Studien prognostizieren.

Ungleiche Behandlung

Warum werden diese beiden Bedrohungen von Regierungen und Individuen dermaßen unterschiedlich wahrgenommen und behandelt? Der an der Universität Graz lehrende Philosoph und Klimaethiker Lukas Meyer hat sich gemeinsam mit seinem brasilianischen Kollegen Marcelo de Araujo, Professor für Ethik und Rechtsphilosophie an zwei Universitäten in Rio de Janeiro, auf Ursachensuche begeben.

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