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Plastikflaschen und Importobst sind nicht immer Ökosünden

Wer umweltfreundliche Produkte kaufen will, kommt mit Bauchentscheidungen nicht weit. Ein Grazer Labor entwickelt eine Nachhaltigkeitsbewertung

Heide Spitzer, CCCA

Wonach greift der umweltbewusste Konsument, wenn er zwischen Ketchup in der Glasflasche und Ketchup in der Kunststoffflasche wählen kann? Selbstverständlich zur Glasflasche. Damit muss er allerdings nicht immer richtig liegen. "Glas ist als Verpackungsmaterial nicht grundsätzlich und in allen Fällen nachhaltiger als Plastik", sagt Rupert Baumgartner, Leiter des neuen Christian-Doppler-Labors für Nachhaltiges Produktmanagement in einer Kreislaufwirtschaft an der Universität Graz.

"Denn Glas ist viel schwerer, und in die Ökobilanz müssen ja auch Faktoren wie Produktion, Transport oder Wiederverwertbarkeit miteinbezogen werden." Glas sei aufwendig in der Herstellung, und auch fürs Recycling wird viel Energie verbraucht. Demgegenüber seien Kunststoffflaschen gut recyclingfähig, wenn sie lediglich aus einem einzelnen Kunststoff bestehen. Sobald es sich aber um ein Verbundmaterial handelt, ist die Wiederverwertung noch schwieriger als beim Glas.

 

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