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K3-Preis würdigt vorbildliche Projekte aus dem Bereich Klimakommunikation - Österreich mit 2 Preisträgern und 2 "lobenden Erwähnungen" stark vertreten


Im Rahmen einer Festveranstaltung in der KLIMA ARENA im baden-württembergischen Sinsheim wurde am 7. Oktober erstmalig der K3-Preis für Klimakommunikation verliehen. Der Preis wird in drei Kategorien vergeben und würdigt herausragende Kommunikationsformate zum Thema Klima im deutschsprachigen Raum. Aus fast 160 Bewerbungen hat eine hochkarätig besetzte Fachjury am Ende insgesamt sechs Projekte und Initiativen ausgewählt:

In der Kategorie „lokaler/regionaler Klimajournalismus“ (K3-Preis für Klimakommunikation) gewann die in Wien erscheinende Zeitschrift Falter, die mit ihrem neu etablierten Ressort „Natur“ Menschen jenseits der Klima-Blase anspricht und den Blick öffnet für die Doppelkrise von Klimawandel und Biodiversitätsverlust. „Das Ressort ‚Natur‘ im Falter macht vor, was exzellente Klima- und Umweltberichterstattung erreichen kann. Es schafft Raum für die überlebenswichtigen Themen unserer Zeit und gibt planetaren Krisen einen festen Platz in der Berichterstattung“, sagt Jurymitglied und Laudatorin Sara Schurmann, die sich als Journalistin vehement für eine Neuausrichtung des Klimajournalismus einsetzt. Zweiter wurde hier das wöchentliche Nachhaltigkeitsmagazin „Klimaheldinnen“ des österreichischen Fernsehkanals ProSiebenSat.1 Puls 4, das dem Engagement gegen die Klimakrise ein menschliches Antlitz gibt.

In der Kategorie „Kommunikationsformate aus Wissenschaft und Forschung“ (Eunice-Foote-Preis für Klimakommunikation) setzte sich die „Public Climate School“ von Students for Future Germany durch. Sie zeigt, wie digitale, interaktive und zielgruppengerechte Klimabildung mit aktivierendem Praxisbezug aussehen kann. Jurymitglied und Laudator Prof. Dr. Mojib Latif, leitender Klimaforscher am Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel: „Die Public Climate School überzeugte durch ihren Praxisbezug und ihren inter- beziehungsweise transdisziplinären Ansatz. Das gezielte, nach Teilgruppen differenzierte Programmangebot für Schulen, Studierende und die breite Öffentlichkeit sorgt zudem für eine sehr gute Reichweite.“ Platz 2 holte die Initiative „Climate@Home“ der Scientists for Future Stuttgart, mit der man sich Klimaexpert:innen aufs Wohnzimmersofa holen kann, um ganz entspannt dem Klimawandel auf den Grund gehen zu können. Eine lobende Erwähnung erhielt das Projekt „Klimafitter Wald“ des österreichischen Bundesforschungszentrums für Wald, das unter anderem mit der Youtube-Serie „Günther hat einen Wald geerbt“ den Weg für einen klimaverträglichen Waldumbau ebnet.

Den ersten Preis in der Kategorie „Kommunikationsformate aus Alltag und Arbeitswelt, Kommune, Gemeinde und Nachbarschaft“ (Bürger:innen-Preis der KLIMA ARENA) sicherte sich das Graswurzelprojekt „Gemeinde N“ kirchlicher Umweltaktiver in Ostdeutschland. Es will Menschen ins Handeln bringen und setzt dabei auf die Nachfragemacht der Kirche als zweitgrößte Konsumentin in Deutschland. „Das Gewinnerprojekt hat mit seinem ungewöhnlichen, aber direkten Ansatz die Jury überzeugt. Es zeigt eindringlich, wie einfach Klimakommunikation manchmal sein kann, wie wichtig nachhaltige Partnerschaften sind und wie man neue Zielgruppe direkt erreichen kann“, meint Anna Ramskogler-Witt, Leiterin des Human Rights Film Festival Berlin. Zweiter in dieser Kategorie wurde das Projekt „Unser 2035“ von Parents for Future, Dortmund, das die Klimakrise zu einem Alltagsgespräch zwischen Großeltern und Enkeln machen will. Auch hier gab es eine lobenswerte Erwähnung für ein österreichisches Projekt: der Energiesparverband Oberösterreich zeigt mit seinem Projekt „AdieuÖl“, dass man eine ganze Region für transformatives Handeln begeistern kann. 

ÜBER DEN K3-PREIS

Der K3-Preis ist mit insgesamt 15.000 Euro dotiert. Der Eunice-Foote-Preis wurde gestiftet vom Deutschen Klima-Konsortium (DKK) und klimafakten de aus Deutschland, dem National Centre for Climate Services Schweiz (NCCS) und ProClim an der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) sowie dem Climate Change Centre Austria (CCCA) aus Österreich. Stifterin des K3-Preises für Klimajournalismus ist klimaaktiv aus Österreich und hinter dem Bürger:innen-Preis der KLIMA ARENA steht die Klimastiftung für Bürger.

Der Jury für den K3-Preis gehören renommierte Fachleute für Klimaforschung und Klimakommunikation an. Neben den bereits genannten beiden Laudatorinnen Schurmann und Ramskogler-Witt sowie Laudator Latif zählt zu ihnen auch der Wissenschaftskabarettist und Kommunikationsforscher Helmuth Jungwirth.

Der K3-Preis soll künftig regelmäßig ausgelobt werden und ist eng angelehnt an den K3-Kongress zu Klimakommunikation. Dieser wird alle zwei Jahre weitgehend von denselben Organisationen veranstaltet.

Fotos von der Preisverleihung sowie Video-Statements der Preisträger finden Sie ab heute (Do., 7.10.) Nachmittag hier!

Die Bewerbungsvideos sämtlicher Preisträger finden Sie hier:

K3-Preis für Klimajournalismus:

1. Preis: FALTER.natur
2. Preis: Klimaheldinnen

Eunice-Foote-Preis für Klimakommunikation:

1. Preis: Public Climate School
2. Preis: Climate@home

Bürger:innen-Preis der KLIMA ARENA:

1. Preis: Gemeinde N
2. Preis: Unser 2035 

© Screenshot K3-Preisverleihung