ALPACA

Die Alpine Partnerschaft für lokale Klimaaktionen (ALPACA) baut auf der Idee auf, dass Gemeinden und lokale Gebietskörperschaften eine Schlüsselrolle für den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel spielen. Dabei werden sie stark von unterschiedlichen Organisationen unterstützt, wie Klima- und Energieagenturen, Netzwerken, ForscherInnen.

Entstehungsgeschichte

Auf der Konferenz „Klimaschutz jetzt! Alpengemeinden setzen um!“, die von dem Gemeindenetzwerk Allianz in den Alpen, CIPRA International und dem Verein Alpenstadt des Jahres ausgerichtet wurde, kamen im Oktober 2015 120 Vertreterinnen und Vertreter aus allen Alpenländern in Benediktbeuern/D zusammen und diskutierten über Herausforderungen, Instrumente, Strategien und Erfolgsfaktoren für den Klimaschutz auf kommunaler Ebene. Eines der wichtigsten Ergebnisse war die Veröffentlichung eines gemeinsamen Appells an die UN-Klimakonferenz.

Auf der XIV Alpenkonferenz vom 13. Oktober 2016  in Grassau/ D haben sich die Alpenstaaten zum Aufbau einer Klimapartnerschaft zwischen den Alpengemeinden entschieden. Dies entspricht einem Schwerpunkt des mehrjährigen Arbeitsprogramms der Alpenkonvention (MAP) und ihrer geplanten Umsetzungsaktivitäten (= Roadmap).

Kommunikation als Basis für effektive Klimaanpassung und Minderung

Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie und der Vorbereitung zur Lancierung von ALPACA (2017-2018), wurden Schlüsselthemen identifiziert, um Gemeinden und kleine Regionen in ihrem Engagement besser zu unterstützen. In dieses Projekt fließen u. a. die Ergebnisse der ALPACA Kick-off Tagung «Lassen wir Klimavisionen Wirklichkeit werden!» die am 7./8. November 2018 in Innsbruck stattgefunden hat.

In ihrem Engagement für Klimaschutz und Anpassung stehen die Gebietskörperschaften und ihre Partner vor großen Herausforderungen. Unter anderem beschäftigen sie sich immer wieder mit dem Thema der Kommunikation, der Bewusstseinsbildung und mit dem Schritt vom Wissen zum Handeln. Die Gemeinden und Gebietskörperschaften, oder einzelne Personen in den Gemeinden und Gebietskörperschaften, können die nötigen Veränderungen nicht alleine bewerkstelligen. Der Rahmen, den sie schaffen können, kann nur wirksam werden, wenn andere Akteure aktiv werden und wenn höhere Verwaltungsebenen in die gleiche Richtung ziehen.

Eine zentrale Frage für ALPACA lautet deshalb: Wie können Gemeinden und lokale Gebietskörperschaften und ihre Partner den Klimawandel besser vermitteln, um politische Verantwortliche, Behörden, UnternehmerInnen und EinwohnerInnen zum Handeln zu bewegen? 2019 wollen sich die ALPACA Partner im Rahmen dieses Projektes mit oben genannter Fragestellung beschäftigen.

Das Projekt trägt dazu bei, die Alpine Partnerschaft für Lokale Klimaaktionen (ALPACA) im Alpenraum zu etablieren. Dies bedeutet:

  • Die Alpengemeinden stärken, damit sie den Herausforderungen des Klimawandels besser begegnen können (Treibhausgasreduktion sowie Anpassung an den Klimawandel)
  • Netzwerke und Dachorganisationen stärken, die die Gemeinden bei ihren Bemühungen unterstützen
  • Die Lücke zwischen Forschung und Praxis durch Wissenstransfer schließen
  • Lobbying auf der nationalen und internationalen Bühne betreiben, damit die Gemeinden mehr Mittel für ihre Aktionen im Umgang mit dem Klimawandel erhalten
  • Die Sichtbarkeit der Klimaschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen auf lokaler Ebene erhöhen und Bewusstsein für den Umgang mit der Klimakrise schaffen
Klimamaßnahmen in kleinen Berggemeinden - ALPACA Dialog am 5. März 2021

angesichts des Klimawandels werden lokale Umsetzungsmaßnahmen immer wichtiger. Die Augen sind dabei vor allem auch auf die BürgermeisterInnen gerichtet.

Nehmen Sie Teil am «ALPACA online Dialog» am 5. März von 10:00 bis 12:30 und diskutieren Sie mit uns die folgenden Fragen:

  • Wo liegen die größten Herausforderungen für kleine Berggemeinden im Zusammenhang mit dem Klimawandel?
  • Wo liegen die Chancen, aber auch die Barrieren für lokale Klimaaktionen?
  • Welche Unterstützung brauchen Bürgermeister, damit sie eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung von Klimamaßnahmen spielen können?

Diskutieren Sie mit Wilfried Tissot, Bürgermeister von Saint Pierre d'Entremont (Frankreich) and Anton Mattle, Bürgermeister von Galtür (Österreich).

Saint Pierre d'Entremont ist eine kleine Gemeinde im frz. Bergmassiv der Chartreuse zwischen Grenoble und Chambery. Die Gemeinde steht vor einigen klimabedingten Herausforderungen, z.B. in den Bereichen Wasserversorgung, Landwirtschaft, Mobilität, Energieeffizienz und Tourismus.
Galtür ist ein Schiort am Ende des Tiroler Paznauntals. Galtür befasst sich ebenfalls mit den Herausforderungen des Klimawandels und ist unter anderem bekannt für das Umweltmuseum "Alpinarium", das nach der Lawinenkatastrophe von 1999 errichtet wurde.

Die Workshopsprache ist Englisch. Die Inputs von Wilfrid Tissot (Französisch) und Anton Mattle (Deutsch) werden ins Englische übersetzt.

Bitte melden Sie sich an unter dem folgenden link:
https://docs.google.com/forms/d/1VmybenJ2W-Z2jmVCuq2m3Es4-UX76UMrTqLc5_Y5LqQ/edit

Wir freuen uns sehr auf einen spannenden Austausch mit Ihnen!